EU-Kommission: Tiktok-Seite «Für dich» kann Jugendlichen schaden
ArchivbildDie EU-Kommission kritisiert die Video-App Tiktok. Laut Kommission kann die Seite «Für dich» jungen Menschen schaden.
Die hat am Freitag Tiktok kritisiert. Sie ist so etwas wie die Regierung von der EU. Sie sagt: Tiktok hält ein EU-Gesetz nicht ein.
Das Ergebnis ist aber nur . Die Kommission hat also noch nicht fertig entschieden. Es gibt noch keine .
Es geht um die Seite «Für dich». Dort zeigt Tiktok ohne Pause neue Videos. Ein wählt die Videos aus. Das ist ein Computerprogramm.
Man schaut Videos zu einem Thema. Dann zeigt Tiktok immer mehr ähnliche Videos. Das kann schaden, sagt die Kommission. Zum Beispiel bei Videos über Traurigkeit, Einsamkeit oder den eigenen Körper.
Laut Kommission sind vor allem Kinder und Jugendliche in Gefahr. Auch manche Erwachsene sind gefährdet. Es geht um die Gesundheit. Das ist die Gesundheit von Kopf und Gefühlen.
Die Kommission will, dass Tiktok die Seite stark ändert. Die Nutzer sollen besser wählen können, was sie sehen.
Laut Euronews hat Tiktok die . Ein Vorwurf ist eine Kritik. Tiktok sagt: Einige Aussagen der Kommission stimmen nicht.
Tiktok kann jetzt antworten. Später ist eine Strafe möglich. Sie kann bis zu sechs Prozent vom Umsatz in der ganzen Welt sein. Der Umsatz ist das ganze Geld, das eine Firma in einem Jahr einnimmt.
In der Schweiz gilt das EU-Gesetz nicht direkt. Die Schweiz ist nicht in der EU. In Deutschland und Österreich gilt es.
Die EU-Kommission wirft Tiktok vor, mit seinem Algorithmus vor allem Kindern und Jugendlichen zu schaden. Eine endgültige Entscheidung gibt es aber noch nicht.
Die hat am Freitag Ergebnisse ihrer Untersuchung gegen Tiktok veröffentlicht. Nach ihrer Ansicht verstößt die Plattform gegen das EU-Gesetz über digitale Dienste (DSA). Endgültig entschieden ist aber noch nichts, und eine gibt es bisher nicht.
Im Mittelpunkt steht die Seite «Für dich». Dort laufen ohne Pause Videos, die zu den Interessen der einzelnen Person passen. Der , also das Computerprogramm hinter der Seite, lernt ständig mit: Wer mit einer Art von Videos interagiert, bekommt immer mehr ähnliche Inhalte vorgeschlagen. Die Kommission spricht vom «Rabbit-Hole-Effekt» (auf Deutsch etwa: Kaninchenbau-Effekt).
Laut Kommission kann das schädlich sein, etwa wenn sich die Videos immer wieder um Traurigkeit, Isolation oder das eigene Körperbild drehen. Gefährdet seien vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch verletzliche Erwachsene. Es geht also um die Gesundheit.
Tiktok habe zwar schon Maßnahmen ergriffen, diese wirkten aber nicht genug, schreibt die Kommission. Auch der Knopf «Nicht interessiert» reiche nicht aus. Sie fordert deshalb, dass Tiktok die Seite grundlegend ändert. Der Algorithmus soll sich nicht mehr danach richten, wie lange jemand ein Video ansieht. Außerdem sollen die Nutzer mehr Kontrolle darüber bekommen, was sie sehen.
Tiktok hat die laut Euronews . Ein Sprecher nannte mehrere Aussagen der Kommission «grundlegend unzutreffend». Tiktok gebe den Nutzern direkte Kontrolle über ihre Inhalte.
Tiktok kann sich nun verteidigen oder Änderungen vorschlagen. Gibt es keine Einigung, kann die Kommission offiziell einen Verstoß feststellen. Dann ist eine Strafe von bis zu sechs Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes des Konzerns möglich. Tiktok gehört der chinesischen Firma Bytedance. Wie hoch eine Strafe genau wäre und wann entschieden wird, ist noch nicht klar.
Es ist bereits das dritte Mal, dass die Kommission Tiktok solche Ergebnisse vorlegt. Ein anderes Verfahren betrifft Funktionen, die süchtig machen können. Im Juli warf die Kommission Tiktok vor, Kinder nicht genug vor Fremden zu schützen. Das erste Verfahren begann im Februar 2024, eine Strafe gab es seitdem nicht.
Kritiker finden, die Kommission handle zu zögerlich. Die Kommission antwortet, ihre Entscheidungen müssten vor Gericht standhalten. Der DSA gilt in Deutschland und Österreich, in der Schweiz als Nicht-EU-Land aber nicht direkt.
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Wörter zum Text
- die EU-KommissionSo etwas wie die Regierung der Europäischen Union in Brüssel. Sie kontrolliert zum Beispiel, ob Firmen die Regeln der EU einhalten.
- der AlgorithmusPlural: die AlgorithmenEin Computerprogramm mit festen Regeln. Es entscheidet zum Beispiel, was man im Internet als Nächstes sieht.
- vorläufigNoch nicht fertig oder sicher. Später kann es sich noch ändern.
- die StrafePlural: die StrafenEtwas Unangenehmes, das man bekommt, wenn man eine Regel bricht. Oft muss man Geld bezahlen.
- psychischEs hat mit dem Kopf, den Gedanken und den Gefühlen zu tun.
- der VorwurfPlural: die VorwürfeMan sagt jemandem, dass er etwas falsch gemacht hat.
- zurückweisenSagen, dass eine Kritik nicht stimmt, und sie nicht akzeptieren.
Fragen zum Text
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1Welche Seite von Tiktok kritisiert die EU-Kommission?
2Wer ist laut Kommission vor allem in Gefahr?
3Muss Tiktok schon eine Strafe bezahlen?