SchweizGesellschaftGesundheitPolitik

Crans-Montana: Mindestens sieben Brandopfer ohne Soforthilfe

Ein großes Gebäude mit roten Fensterläden und einer Fahne auf dem Dach unter blauem Himmel.Archivbild
Foto: EpsilonEridani / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Einige junge Menschen haben den Brand in Crans-Montana überlebt. Sie haben Probleme mit der Seele, aber sie bekommen keine Soforthilfe.

Der Wallis gibt mindestens sieben jungen Menschen keine . Sie haben die Brandkatastrophe von Crans-Montana überlebt. Soforthilfe ist schnelles Geld für Opfer.

Ein Kanton ist ein Teil der Schweiz. Crans-Montana ist ein bekannter Skiort im Wallis. Dort hat es in einer Bar gebrannt.

Die Menschen haben eine bekommen. Das hat die Zeitung «24 Heures» herausgefunden. Das Gesundheitsamt vom Wallis sagt: Das stimmt.

Der Grund: Die Menschen waren keine Nacht im , also im Krankenhaus. Für den Kanton waren ihre Verletzungen nicht schwer genug. Probleme mit der Seele zählen bei den Regeln nicht.

Die Menschen haben aber psychische Probleme. Das sind Probleme mit der Seele, zum Beispiel schlechter Schlaf. Manche haben ein , also eine schwere Verletzung der Seele.

Die Zeitung Blick erzählt von einer Frau mit Verbrennungen an der Hand. Ihre beste Freundin hat in der Bar gearbeitet und ist vor ihren Augen gestorben. Auch diese Frau bekommt laut Blick keine Soforthilfe.

Laut Blick haben Brandopfer eigentlich ein Recht auf 10.000 Franken Soforthilfe. Dazu kommen 50.000 Franken vom Bund, also vom Schweizer Staat. Gilt das Geld pro Person? Das ist noch nicht klar.

Laut Gesundheitsamt bekommen insgesamt 127 Opfer oder ihre Familien Soforthilfe. Es gibt auch andere Hilfe. Zum Beispiel bekommen Menschen Geld für eine Therapie zurück.

Die Menschen können sich gegen die Absage . Das geht beim . Der Staatsrat ist die Regierung vom Kanton Wallis.

Mindestens sieben junge Überlebende der Brandkatastrophe von Crans-Montana erhalten keine Soforthilfe vom Kanton Wallis. Psychische Folgen spielen bei den Regeln keine Rolle.

Der Wallis hat mehreren Überlebenden der Brandkatastrophe von Crans-Montana eine geschickt: Sie bekommen keine . Laut dem «Tages-Anzeiger» sind mindestens sieben junge Menschen betroffen. Crans-Montana ist ein bekannter Ferien- und Skiort im französischsprachigen Teil der Schweiz.

Der «Blick» stützt sich auf eine Recherche der Westschweizer Zeitung «24 Heures». Diese hat sieben Betroffene gefunden. Das Walliser Gesundheitsamt hat die sieben Absagen laut «Blick» bestätigt. Sie kamen in den vergangenen Monaten. Wie viele Personen insgesamt abgelehnt wurden, ist nicht bekannt.

Der Grund für die Absagen: Keine der sieben Personen hat eine Nacht im verbracht, also im Krankenhaus. Ihre Verletzungen galten deshalb als nicht schwer genug. Psychische Folgen wie ein gehören nicht zu den Kriterien, die der Kanton für die Soforthilfe festgelegt hat.

Die Betroffenen haben aber psychische Probleme, zum Beispiel Schlafstörungen. Laut «Tages-Anzeiger» leiden die Abgelehnten an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), laut «Blick» einige von ihnen. PTBS ist eine psychische Krankheit nach einem sehr schlimmen Erlebnis.

Der «Blick» beschreibt das Beispiel von Camille C., deren Name geändert wurde. Ihre beste Freundin Cyane arbeitete als Kellnerin in der Bar. Camille hat Verbrennungen an der Hand. Sie sah, wie ihre Freundin auf dem Trottoir, also dem Gehweg, starb, obwohl man versucht hatte, sie wiederzubeleben. Camille hat bis heute psychische Probleme. Laut «Blick» war schon im Sommer bekannt, dass sie kein Geld bekommt.

Laut «Blick» steht Brandopfern eigentlich eine Soforthilfe von 10.000 Franken zu. Dazu kommt ein Solidaritätsbeitrag des Bundes von 50.000 Franken. Ob diese Beträge pro Person gelten, ist nicht klar. Offen ist auch, ob die Absagen nur die Soforthilfe des Kantons betreffen oder auch den Beitrag des Bundes.

Das Gesundheitsamt sagt, dass insgesamt 127 Opfer oder Angehörige Soforthilfe bekommen haben oder noch bekommen werden. Laut der Behörde gibt es außerdem andere Hilfe. Zum Beispiel werden Kosten für eine psychologische Behandlung zurückgezahlt.

Wer eine Absage bekommen hat, kann sich beim dagegen . Der Staatsrat ist die Regierung des Kantons Wallis. Ob schon jemand Beschwerde eingelegt hat, ist nicht bekannt. Ob der Kanton seine Regeln ändern will, ist ebenfalls offen.

Markierte Wörter antippen – dann sehen Sie die Erklärung.

Wörter zum Text

Fragen zum Text

Haben Sie alles verstanden? Wählen Sie die richtige Antwort.

  1. 1Wie viele Überlebende haben laut dem Text eine Absage bekommen?

  2. 2Warum bekommen die Menschen keine Soforthilfe?

  3. 3Wo können sich die Menschen gegen die Absage wehren?

Mehr aus der Rubrik Schweiz

Alle →